MILD-Technik

MILD-Technik

Es gibt zwei Haupttechniken, um einen luziden Traum herbeizuführen. Die MILD-Technik und die WILD-Technik. Während es bei der MILD-Technik darum geht, in seinem Traum zu erkennen, dass man träumt, fokussiert man sich bei der WILD-Technik bereits im Wachzustand auf sein Vorhaben, luzid zu werden und gleitet bei Bewusstsein in den Schlaf (den Beitrag zu der WILD-Technik findest Du HIER).

Doch heute werden wir uns mit der Mild-Technik befassen. Ich werde Dir erklären, wie sie funktioniert und wie Du sie am besten anwenden kannst.

Wie genau funktioniert die MILD-Technik?

Bei der MILD-Technik nimmt sich der Träumende am Tag vor seinem Vorhaben fest vor, in der nächsten Nacht zu merken, dass er träumt. Er konzentriert sich den ganzen Tag über auf dieses Vorhaben und geht in seinem Kopf immer wieder mögliche Momente durch, an denen er bemerken könnte, dass er träumt oder an denen es sich am besten anbietet.

Kurz vor dem Schlafengehen verfestigt er nochmal sein Vorhaben, in dem er sich eine Traumsituation vor Augen führt, in der er mithilfe der MILD-Technik erkennen will, dass er sich in einem Traum befindet. Er plant den Moment der Erkenntnis, genauso wie sein Vorhaben nach der Erkenntnis.

Seinen letzten Gedanken vor dem Einschlafen widmet er seinem Plan, einen Klartraum zu erleben. Wenn alles nach Plan läuft, wird es ihm auch gelingen, da er sein Vorhaben fest in seinem Unterbewusstsein verankert hat.

Schritt für Schritt Anleitung für die MILD-Technik

Mit dem oben aufgeführten Beispiel habe ich versucht, Dir grob zu erläutern, wie die MILD-Technik funktioniert . Doch damit Du diese Technik auch tatsächlich umsetzen kannst, bedarf es etwas mehr Details. Deswegen erkläre ich Dir nun Schritt für Schritt, wie Du die MILD-Technik für Dich umsetzen kannst.

Schritt 1: Nimm Dir vor, einen Klartraum herbeizuführen

Du musst Dir fest vornehmen, in der folgenden Nacht luzid zu werden. Schreibe Dir Dein Vorhaben am besten auf ein Blatt und hänge dieses Blatt an einen sichtbaren Ort (zum Beispiel den Kühlschrank). Das dient dazu, Dein Vorhaben auf keinen Fall zu vergessen.

Versuche, so oft, so viel und so intensiv wie möglich daran zu denken, dass Du in der kommenden Nacht die MILD-Technik anwenden willst. Glaub daran, dass sie funktionieren wird. Wenn Du selber nicht überzeugt davon bist, dass Dein Vorhaben klappen wird, dann wird es das wahrscheinlich auch nicht. Zu dem Thema „Die richtige Einstellung und das richtige Mindset“ habe ich übrigens schon einen Beitrag veröffentlich. Den Beitrag findest Du HIER. Das Thema Mindset ist ein wichtiger Punkt, wenn es ums luzide Träumen geht, also lies Dir den Beitrag gerne durch.

Fazit: Der Gedanke an den durch die MILD-Technik herbeigeführten Traum, sollte am Tag vorher deine oberste Priorität sein.

Schritt 2: Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen

Leg Dich abends in Dein Bett und versuche Dich zu entspannen. Gib Dein Bestes, alle unnötigen Gedanken beiseite zu schieben, damit Du Dich nur noch auf Dein Vorhaben, mithilfe der MILD-Technik luzid zu werden, fokussieren kannst. Denke intensiv an diesen Plan. Versuche Dir dabei vorzustellen, wie das Ganze ablaufen könnte. Gehe dafür unterschiedliche Traumszenen durch. Die Traumszenen, die Du Dir vorstellst, sollten am besten nicht alltäglich sein.

Stell Dir zum Beispiel vor, wie Du über die Dächer Deiner Stadt fliegst und plötzlich feststellst, dass Du träumst. Oder, wie Du mit einem Baum redest, der Dir antwortet. Oder, wie Du zehn Saltos auf einmal machst.

Durch diese Vorstellungen triggerst Du Dein Unterbewusstsein, indem Du ihm klarmachst, dass sobald etwas Merkwürdiges oder nicht Alltägliches passiert, es sich um einen Traum handelt und Du diese Tatsache erkennen wirst.

Der letzte Gedanke, bevor Du einschläfst sollte so ähnlich lauten wie: „Heute Nacht werde ich erkennen, dass ich träume!“

Schritt 3: Hoffen und nicht aufgeben

Die meiste Arbeit ist nun getan. Im Traumzustand selber hast Du nämlich keine Kontrolle darüber, wie Du ihn wahrnimmst. Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass die Konzentrationsübungen vom Vortag gewirkt haben. Im Traum kannst Du Dir nämlich nicht einfach so sagen: „So, jetzt erkennst Du endlich mal, dass Du träumst!“. Im Wachzustand hingegen kannst Du wie schon erwähnt, Dein Gehirn darauf triggern, merkwürdige Situationen schneller zu hinterfragen und daraus zu schließen, dass Du träumst.

Das bedeutet, der Schlüssel zum Erfolg mit der MILD-Technik, liegt im Training im Wachzustand. Wenn Du Dich gut genug auf die MILD-Technik vorbereitet hast, wird die Erkenntnis, dass Du träumst, von alleine kommen. Bedenke dabei, dass nicht alles sofort perfekt läuft. Es wird mehrere Male dauern, bis Du es schaffst, mithilfe der MILD-Technik einen Klartraum zu erzielen. Also gib nicht auf. Bei mir hat es auch nicht beim ersten Mal geklappt. Und auch nicht beim zweiten oder beim dritten. Vergiss nicht: Übung macht den Meister!

Schritt 4: Plane, was Du nach der Erkenntnis, dass Du träumst, machen willst

Wenn Du die MILD-Technik oft genug geübt hast, wirst Du es irgendwann schaffen, zu erkennen, dass Du träumst. Das kann nach einer Woche, aber auch erst nach einem Monat sein. Wenn es dann soweit isst, musst Du jedoch vorbereitet sein.

Nicht selten tritt das Problem auf, dass man so darauf konzentriert ist, einen Klartraum zu erzeugen, dass man dabei ganz vergisst, was man mit dem Klartraum überhaupt anfangen will, wenn man es geschafft hat. Die Folge ist, dass man erkennt, dass man träumt und dann nicht mehr weiter weiß. Man kommt nicht auf die Idee den Traum zu verändern und zu kontrollieren, weil man diesen Gedanken schon längst beiseitegeschoben hat.

Wenn man keinen Plan hat, gibt es drei mögliche Ausgänge:

1.) Man weiß zwar dass man träumt, der Traum läuft aber genauso weiter wie bisher, weil man nicht weiß, was man mit ihm anfangen soll.

2.) Man überlegt sich schnell irgendwas, damit man wenigstens etwas hat, was man machen kann. Meistens ist das aber nichts Spektakuläres und die ganze Vorbereitung und Übung war umsonst.

3.) Einem fällt auf die Schnelle nichts ein, man setzt sich unter Druck, weil man nicht will, dass die MILD-Technik umsonst war, und wacht im Endeffekt früher auf als gewollt.

Aus diesen Gründen sollte man sich im Voraus überlegen, was man machen möchte, sobald man weiß, dass man träumt.

Hier ein Beispiel-Plan:

1.) Sobald ich erkenne, dass ich träume, führe ich meine Reality-Checks durch. Reality-Checks oder auf Deutsch Realitätsüberprüfungen, sind kleine Prüfungen, die Dir beweisen, dass Du träumst. Du kannst zum Beispiel versuchen, Dir einen Finger durch die Handfläche zu bohren oder Hundert Meter hoch zu springen. Wenn beides klappt, weißt Du, dass Du träumst (Einen Beitrag zum Thema: „Reality-Checks“ findest Du HIER). Mit diesen Checks stellst Du sicher, dass es sich wirklich um einen Traum handelt. Träume erscheinen uns nämlich so real, dass wir selbst nachdem wir feststellen, dass wir träumen, immer noch daran zweifeln können. Die Reality-Checks beweisen uns, dass wir tatsächlich träumen.

2.) Nach dem mir die Reality-Checks den ultimativen Beweis für den Traum geliefert haben, hebe ich ab und fliege zu meinem Lieblingsstrand nach Spanien.

3.) Dort bade ich eine Runde und beame mich dann in meine Heimatstadt zu meinen Freunden, die ich schon sehr lange nicht gesehen habe.

4.) Wir trinken zusammen einen Kaffee und essen zehn unserer Lieblingskuchen, ohne dass uns schlecht wird, und ohne, dass wir auch nur einen Milligramm zunehmen.

So könnte ein Plan für einen luziden Traum zum Beispiel aussehen. Vergiss nicht, Dir ebenfalls einen zu erstellen und Dir diesen immer, wenn Du vorhast die MILD-Technik anzuwenden, vor Augen zu führen und durchzugehen. So stellst Du sicher, dass Du Dich in Deinem nächsten luziden Traum an diesen Plan erinnerst und ihn auch ausführst.

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