Traumzeichen

Traumzeichen

Die sogenannten Traumzeichen, sind bestimmte Merkmale, mithilfe derer Du luzid werden kannst. Sie sind ein wichtiges Indiz dafür, dass Du träumst. Wie Du wahrscheinlich schon weißt, ist es gar nicht so einfach, einen Traum als einen Traum zu identifizieren. Meistens denkt man nämlich nicht darüber nach, ob das, was gerade geschieht, real ist, oder nur ein Traum. Man nimmt merkwürdige Dinge, die passieren, für selbstverständlich, anstatt sie infrage zu stellen. Wenn man in einem Traum einen Alien sieht oder fliegende Autos, fragt man sich meist nicht, ob das normal ist. Doch das Gute ist, dass man seine Wahrnehmung trainieren kann. Mit etwas Übung kannst Du Dir aneignen, Deine Traumerlebnisse zu hinterfragen und dabei festzustellen, dass Du träumst, um luzid zu werden. Eine wundervolle Möglichkeit, sein kritisches Bewusstsein zu trainieren, sind Traumzeichen.

Doch was genau sind Traumzeichen?

Traumzeichen sind, wie der Name schon sagt, bestimmte Zeichen und Merkmale, die darauf hindeuten, dass wir träumen. Zum Beispiel könnte die Tatsache, dass die Bäume in Deinen Träumen immer lila sind oder Du plötzlich spanisch sprechen kannst, ein Traumzeichen sein. Prinzipiell ist alles, was anders, als in der Realität ist, ein Traumzeichen. Jetzt wirst Du vielleicht denken: „In jedem Traum gibt es so viele Dinge und Situationen, die vom realen Leben abweichen und in jedem neuen Traum kommen weitere Dinge dazu. Wie soll ich mich denn inmitten dieser unzähligen Traumzeichen zu Recht finden und diese als Hilfe dafür nutzen, zu erkennen, dass ich träume?“ Diesem Gedanken kann ich nur zustimmen. Die Liste, der Traumzeichen ist unendlich. Daher muss sich jeder auf ein paar prägnante Zeichen festlegen. Doch auf welche?

Die richtigen Traumzeichen raussuchen

Genauso individuell wie jeder Mensch ist, sind auch die Traumzeichen, die zu einem Menschen passen. Jeder hat seine eigenen Zeichen, die ihm dabei helfen, luzid zu werden. Du musst nur schaffen, herauszufinden, welche genau das sind. Das ist gar nicht so einfach, da es, wie schon gesagt, unzählige Zeichen gibt. Daraus die richtigen, die einem tatsächlich weiterhelfen, herauszufiltern, kann schon eine Herausforderung darstellen. Doch die gute Nachricht ist, wenn Du einmal Deine persönlichen Traumzeichen herauskristallisiert hast, werden sie Dich einen großen Schritt zu Deinem Ziel, ein Klarträumer zu werden, weiterbringen.

Die richtigen Traumzeichen, durch das Führen eines Traumtagebuchs herausfinden

Wie bereits in meinem Beitrag über das Führen eines Traumtagebuchs (den Beitrag findest Du HIER) erwähnt, ist es enorm wichtig, ein Traumtagebuch zu führen, um das Traumgedächtnis zu stärken. Doch das ist nur eine Sache, die Du mithilfe des Traumtagebuchs erreichen kannst. Die zweite Sache ist das Finden Deiner persönlichen Traumzeichen.

Um Deine individuellen Zeichen zu finden, musst Du schon eine längere Zeit Traumtagebuch geschrieben haben. Falls Du also noch kein Traumtagebuch führst, dann wird es jetzt höchste Zeit, um damit anzufangen. Schreibe täglich in Dein Traumtagebuch und vergiss dabei nicht, dies so ausführlich und detailliert wie möglich zu machen. Nach ungefähr zwei Wochen kannst Du dann damit beginnen, Deine aufgeschriebenen Träume nach Zeichen zu durchsuchen. Streiche dabei aber nicht jede einzelne Merkwürdigkeit an, die Du in Deinen Träumen findest, sonst kannst Du direkt so gut wie jeden Traum komplett anstreichen. Gehe so vor, dass Du nur diejenigen Traumzeichen anstreichst, die sehr häufig vorkommen. Wenn Du zum Beispiel in jedem zweiten Traum irgendwo einen pinken Fußball siehst, dann streich Dir den pinken Fußball an. Sobald Du die Zeichen, die sehr häufig vorkommen, rauskristallisiert hast, erstelle eine Liste mit diesen Zeichen, um einen besseren Überblick zu erhalten.

Erweitere diese Liste nach Bedarf. Es kann nämlich sein, dass sich mit der Zeit neue Zeichen entwickeln, die Du später nutzen kannst, um zu erkennen, dass Du träumst.

Teile die Traumzeichen in Kategorien ein

Um einen noch besseren Überblick über Deine Traumzeichen zu bekommen, kann es sehr hilfreich sein, Deine Zeichen aufzuteilen. Die am besten geeignetsten Kategorien sind unsere fünf Sinne. Hier ein paar Beispiele:

Sehen: Es ist sehr oft Nacht in meinen Träumen. Und trotzdem erledige ich Dinge, die man tagsüber erledigt, wie Einkäufe, Arbeit und so weiter.

Hören: Oft spielt jemand Klavier im Hintergrund. Ich kann jedoch nicht zuordnen, woher die Melodie kommt.

Riechen: Selbst wenn ich auf einer großen Blumenwiese stehe oder mir jemand Essen vor die Nase stellt, rieche ich rein gar nichts.

Schmecken: Ich kaufe mir oft in meinen Träumen, meine Lieblingseissorte Vanille. Doch es schmeckt aus irgendeinem Grund immer nach Marzipan, obwohl ich Marzipan nicht leiden kann.

Tasten: Alles, was ich berühre, fühlt sich in meinen Träumen ganz anders an, als in der Wachwelt. Viel rauer.

Du kannst Dir natürlich auch andere Kategorien anlegen. Eines meiner persönlichen Traumzeichen fällt zum Beispiel in keine der oben genannten Kategorien. Dieses Zeichen bildet sich nämlich daraus, dass ich sehr oft träume, mich in meiner früheren Wohnung zu befinden. Meistens, wenn ein Traum in einem Gebäude stattfindet, ist es diese alte Wohnung.

Habe Geduld: Du wirst wahrscheinlich nicht sofort wissen, was Dein Traumzeichen ist, aber wenn Du Deine aufgeschriebenen Träume regelmäßig analysierst, wirst auch Du schon bald herausfinden, welche Deine Zeichen sind.

Traumzeichen nutzen, um luzid zu werden

Wenn Du nach einer Weile Deine wichtigsten Traumzeichen herausgefunden hast, kannst Du damit beginnen, diese auch zu nutzen. Falls die Liste Deiner Zeichen doch eher lang geworden ist, dann suche Dir vor jedem vorgenommenen luziden Traum ein paar dieser Zeichen heraus und konzentriere Dich nur auf diese. Nimm Dir am Tag, bevor Du Deinen Klartraum haben willst, fest vor, beim Auftreten dieser Traumzeichen, zu erkennen, dass Du träumst. Es sollten pro Traum jedoch wirklich nicht mehr als zwei bis drei Traumzeichen sein, auf die Du Dich fokussierst, da Du bei zu vielen Zeichen sonst den Fokus verlierst.

Nimm Dir so oft vor, bei dem und dem Traumzeichen zu erkennen, dass Du träumst, bis es tatsächlich klappt. Nutze dann beim nächsten Mal zwei bis drei andere Zeichen. So wirst Du feststellen, welche Traumzeichen am öftesten in Deinen Träumen auftauchen und bei welchen Zeichen Du am ehesten merkst, dass Du träumst.

Lass Dich nicht irritieren

Hör nicht auf andere Traumcharaktere. Es passiert des Öfteren, dass Dir andere Traumfiguren einreden wollen, Du seist wach. Mir ist das auch schon einige Male passiert. Als ich mir immer unschlüssiger wurde, ob ich wach bin oder träume, kam irgendeine Traumfigur daher und hat mir eingeredet, ich sei wach. Das ist Dein zweifelndes Unterbewusstsein, das Dich davon überzeugen will, dass Du wach bist. Ignoriere solche Kommentare und führe, sobald Du ein Traumzeichen wahrnimmst, Reality-Checks durch (HIER kommst Du zum Beitrag über Reality-Checks). Wenn die Reality-Checks funktionieren, weißt Du ganz sicher, dass Du träumst.

Reality-Checks auch tagsüber

Wie in meinem Beitrag zu Reality-Checks schon erwähnt, ist es sehr wichtig, die Reality-Checks nicht nur im Traum, sondern auch über den Tag hinweg, durchzuführen. Wenn Deine Traumzeichen also relativ realitätsgetreu sind, dann führe in den Momenten, in denen tagsüber Situationen auftreten, die Deinen Traumzeichen ähneln, Reality-Checks durch. Um beim Klavierbesipiel oder Eisbeispiel zu bleiben. Mach in dem Fall immer dann Reality-Checks am Tag, wenn Du Dich in der Nähe einer Eisdiele befindest oder sogar ein Eis kaufst. Oder immer, wenn Du jemanden Klavier spielen hörst (das sind natürlich nur Beispiele). Somit trainierst Du Dein Unterbewusstsein, in diesen Situationen immer Deinen Bewusstseinszustand zu überprüfen und wirst dies dadurch auch viel eher in Deinen Träumen machen.

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