Albträume bekämpfen

Albträume bekämpfen

Ich habe ja bereits in einem Beitrag, in dem ich darüber geschrieben habe, wofür man das luzide Träumen nutzen kann, kurz erwähnt, dass das Klarträumen auch in der Albtraumbekämpfung eine große Rolle spielen kann. In diesem Beitrag möchte ich nun noch einmal genauer darauf eingehen, wie und wieso man mit Hilfe des Klarträumens, Albträume bekämpfen kann. Ich hoffe, dass ich Dir dadurch helfen kann, Deine Albträume zu bewältigen.

Vorab möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass dieser Beitrag nur dazu dient, Dir Denkanstöße und Lösungsideen zu liefern und auf keinen Fall einen Besuch bei einem Therapeuten (falls es mit den Albträumen sehr ernst ist) ersetzt.

Ursachen der Albträume

Es kann viele Gründe geben, wieso Albträume einen plagen. Angefangen bei einer schlechten Lebensweise bis hin zu unterdrückten Ängsten. Eine ungesunde Ernährung und zu wenig Sport im Alltag, können genauso Albträume hervorrufen, wie bestimmte Ängste. Ängste, die Du noch nicht kennst und die eventuell durch ein traumatisches Erlebnis entstanden sind.

Es gibt noch viele weitere Ursachen, die zu Albträumen führen können, doch auf diese werde ich in diesem Beitrag nicht weiter eingehen. Wenn Dich das Thema interessiert, dann schau doch mal HIER vorbei.

Welche Ursache auch immer für Deine Albträume verantwortlich ist, Du wirst es wahrscheinlich noch nicht wissen, denn sonst wärst Du ja schon längst gegen diese Ursache vorgegangen. Um seine Albträume bekämpfen zu können, muss man erst herausfinden, was der Grund für diese ist. Doch keine Sorge. Albträume lassen sich nicht nur mithilfe des luziden Träumens bekämpfen, das luzide Träumen ermöglicht es uns außerdem, den Albträumen auf den Grund zu gehen, um herauszufinden, woher sie kommen.

Albträume bekämpfen mithilfe des luziden Träumens

Es gibt natürlich außer dem Klarträumen auch noch andere Methoden, durch die man es schaffen kann, seine Albträume zu bekämpfen. Beispielsweise der Gang zu einem ausgebildeten Therapeuten wie zu Beginn schon erwähnt. Es ist situationsabhängig, welche Methode zu Dir passt.

Wenn Du zum Beispiel bereits weißt, was der Grund für Deine Albträume ist, dann kannst Du diese auch ohne oder mit kaum Hilfe des Klarträumens bekämpfen und Dich stattdessen auf das Bekämpfen in der Wachwelt fokussieren.

Damit Du besser verstehst, wie ich das meine, hier ein Beispiel: Du fürchtest Dich schon Dein Leben lang vor Spinnen und hast deswegen regelmäßig Albträume, in denen es um Riesenspinnen geht, die Dich verfolgen. Da Du den Grund für Deine Albträume schon kennst, kannst Du versuchen, etwas gegen Deine Angst zu unternehmen.

Besuche zum Beispiel ein Terrarium in einem Zoo und schaue Dir vor allem die Spinnen ganz genau an. Mache Übungen zum Bekämpfen Deiner Angst, indem Du erst mal damit beginnst, nicht gleich loszuschreien, wenn Du eine kleine Spinne siehst, sondern sie auf Deine Hand krabbeln zu lassen. Wiederhole das mit immer größeren Spinnen und mach zum Schluss eine Mutprobe, indem Du unter professioneller Beobachtung eine Vogelspinne auf Deinen Arm kriechen lässt.

Du wirst sehen, dass Deine Angst immer weiter schwinden wird und mit ihr auch Deine Albträume. Das luzide Träumen kannst Du natürlich trotzdem als Hilfe nutzen, indem Du Dir vornimmst, Dich in Deinem nächsten Klartraum, Deiner Angst zu stellen und zum Beispiel eine nette Unterhaltung mit einer Riesenspinne zu führen.

Was jedoch, wenn Du die Ursache Deiner Albträume noch nicht kennst? In diesem Fall kann Dir das Klarträumen tatsächlich eine enorme Hilfe anbieten.

Ursache der Albträume herausfinden

Wenn wir träumen, haben wir einen viel größeren Zugriff auf unser Unterbewusstsein, als im Wachzustand. Es werden Dinge verarbeitet, an die wir tagsüber nie gedacht hätten und Ängste entpuppt, die wir noch nicht kannten.

– Nimm Dir bei Deinem nächsten Vorhaben, luzid zu träumen vor, diesen Ängsten auf den Grund zu gehen

– Denke am Tag vor der Nacht, in der Du Dir vornimmst, luzid zu werden, intensiv an Dein Vorhaben

– Falls Du Deine Gedanken nur selten auf dieses Vorhaben richten kannst, schreibe Dir eine Erinnerungsnotiz und hänge sie an einen sichtbaren Ort, an dem Du Dich oft aufhältst (zum Beispiel über dem Schreibtisch oder neben dem Sofa)

– Mache Dir einen genauen Plan: Wenn Du ständig von einem grünen Monster verfolgt wirst, dann plane gezielt, Dir dieses Monster herbei zu träumen und eine ganz normale Unterhaltung mit ihm zu starten

– Überleg Dir im Vorfeld Fragen wie: Wieso jagst Du mich immer? Wieso habe ich Angst vor Dir? Auf welche Erfahrung in meinem Leben ist Dein Auftauchen in meinen Träumen zurückzuführen? Stelle so viele Fragen wie möglich, um so viel wie möglich über Deinen Albtraum und Deine Ängste herauszufinden

– Führe mit Deiner Lieblingstechnik (MILD-Technik oder WILD-Technik) einen luziden Traum herbei und verfolge Deinen Plan

– Sei gespannt auf die Antworten, die Dir Dein Gegenüber geben wird (bzw. eigentlich Dein Unterbewusstsein, denn im Prinzip redest Du ja mit Dir selbst, weil auch das Monster nur eine Konstruktion Deines eigenen Gehirns ist)

– Schreibe Deine Erkenntnisse sofort nach dem Aufwachen auf (oder notiere sie anderweitig, wie zum Beispiel mit einem Handy-Diktiergerät)

– Nimm Dir vor, dem Monster nicht nur gezielt in einem Klartraum gegenüber zu treten, sondern zu versuchen, bei Deinem nächsten Albtraum luzid zu werden und Dich Deiner Angst (in diesem Fall dem Monster) zu stellen, genauso wie im gezielt herbeigeführten Klartraum.

Die Albträume endgültig bekämpfen

Hier ist ein Schlüsselwort sehr entscheidend. Und zwar: „Wiederholung“.

Du hast nun im Idealfall herausgefunden, welcher Grund oder welche Gründe für Deine Albträume verantwortlich sind. Um diese nun zu bekämpfen, solltest Du die oben genannten Schritte wiederholen. Dadurch, dass Du Dich immer wieder aufs Neue Deiner Angst stellst, wird diese Angst immer weiter verschwinden.

Fange klein an. Niemand erwartet vor Dir, dass Du bei Deinem nächsten Albtraum überhaupt keine Angst mehr hast und Dich der Person/der Sache, die Dir Angst gemacht hat, komplett stellst. Es ist schon ein Erfolgt, wenn Du beim nächsten Mal nicht im Höchsttempo wegrennst, sondern versucht, Dein Tempo zu verlangsamen. Oder, wenn Du Dich traust, die Sache, die Dir Angst macht, anzusehen (wenn Du beispielsweise sonst immer die Augen zusammenkneifst).

Beim nächsten Mal traust Du Dich mehr und irgendwann freust Du Dich vielleicht sogar auf die Person/Sache, die Dir Angst gemacht hat, weil Du merkst, wie harmlos sie ist und wie nett die Gespräche sind, die Du mit ihr führen kannst. Wenn Du soweit bist, dann kann ich Dir herzlich dazu gratulieren, dass Du es geschafft hast, Deine Albträume zu bekämpfen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir nutzen Cookies, um Dir passende Inhalte zu präsentieren und Dein Surfvergnügen zu optimieren, aktivieren die Cookies aber erst, wenn Du auf "Akzeptieren" klickst. Mehr Infos

Wir nutzen Google-Analytics, um zu ermitteln, welche Inhalte unsere Besucher sehen wollen und welche nicht.

Schließen